Was ist Wohnpsychologie?

Wenn ich davon erzähle, dass ich als Wohnpsychologin arbeite, ernte ich häufig ratlose Blicke und viele Fragen. Ich habe die wichtigsten Antworten darauf hier für Sie zusammengefasst. Sollten Sie eine Frage haben, die Sie hier nicht finden, schreiben Sie mir gern eine Email!

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FAQ:

1. Was macht denn eine Wohnpsychologin?

2. Was ist eigentlich Wohnpsychologie und woher kommt sie?

3. Was unterscheidet eine Wohnpsychologin von einer Innenarchitektin?

4. Ist Wohnpsychologie das Gleiche wie Feng Shui?

5. Was für eine Ausbildung haben Sie gemacht?

6. Warum beschäftigen Sie sich als Wohnpsychologin auch mit Geschäftsräumen?

 

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1. Was macht denn eine Wohnpsychologin?

Als Wohnpsychologin berate ich Menschen bei der Gestaltung von Räumen. Und zwar immer ausgehend von ihren Bedürfnissen. Meine Kunden sind Privatpersonen, die sich nicht 100%ig wohlfühlen in ihrer Wohnung, meinen Rat beim Einrichten und Neugestalten ihrer Wohnräume haben möchten oder ein Wohnproblem haben. Ich berate aber auch Geschäftsleute bei der Gestaltung von Ladenlokalen und Büros, Betreiber von Ferienwohnungen und Immobilienverkäufer – diese unterstütze ich dabei, ihr Haus oder ihre Wohnung optimal für den Verkauf herzurichten (das nennt sich dann “Home Staging“).

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2. Was ist eigentlich Wohnpsychologie und woher kommt sie?

Allgemein gesprochen ist die Wohnpsychologie ein Teilgebiet der Architekturpsychologie und diese wiederum ein Teilgebiet der sogenannten Umweltpsychologie. Diese beschäftigt sich mit der wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Die Wohnpsychologie ist also ein kleines Teilfachgebiet der Psychologie.

Die wissenschaftliche Architekturpsychologie gibt es seit den 1960-er Jahren, und seit den 70er Jahren auch die Wohnpsychologie. Damals beschäftigten sich einige Architekten und Psychologen gemeinsam mit der Verbesserung der Gestaltung von Krankenhäusern und Heilstätten und begannen dazu Forschungsarbeiten. Später interessierte man sich auch für die optimale Einrichtung von Schulen, Büros und dann auch Wohnräumen.

Daneben beschäftigt sich die psychologischer Forschung seit ihren Anfängen aber schon mit der Wahrnehmung von Farben, Formen, Licht und Materialien und deren Einfluss auf den Menschen. Viele der bekannten und von Einrichtern und Innenarchitekten berücksichtigten Einrichtungsgrundsätze sind abgeleitet von wahrnehmungspsychologischen Erkenntnissen.

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3. Was unterscheidet eine Wohnpsychologin von einer Innenarchitektin?

Als Psychologin gehe ich immer vom Menschen und seinen Bedürfnissen aus. Klar, der Raum, der gestaltet werden soll, spielt auch eine Rolle. Aber vor allem spreche ich mit meinen Kunden in einer wohnpsychologischen Beratung  über ihre Wohnbedürfnisse, ihre Wohngeschichte, aber auch ihre Wohnideale – welche Vorstellungen und Wünsche sie zum Thema Wohnen und Einrichten haben. Manchmal gibt es konkrete Wohnprobleme oder Wohnkonflikte innerhalb der Familie. In der Beratung versuche ich dann herauszufinden, ob die Vorstellungen meiner Kunden vom Wohnen eigentlich ihren Bedürfnissen entsprechen. Erst wenn das klar ist, weiß man auch, was es wirklich braucht, damit aus einer Wohnung das persönliche Wohlfühl-Zuhause wird.

Und auf dieser Basis können wir dann gemeinsam Ideen für die Raumgestaltung entwickeln. Wie genau die Räume dann gestaltet werden – welche Möbel, welche Farben, welche Umbauten vielleicht nötig sind – da kann ich natürlich auch Tipps geben. Oft sind es aber recht einfache und günstige Veränderungen, die den Unterschied zwischen Unzufriedenheit und Wohlfühlwohnung ausmachen. (Mehr dazu können Sie auch in meinem Buch “Ein Zuhause für die Seele – in fünf Schritten zum Wohlfühl-Zuhause“lesen).

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4. Ist Wohnpsychologie das Gleiche wie Feng Shui?

Nein, auch wenn Wohnpsychologie und Feng Shui letztlich das gleiche Ziel haben: Räume für die Bewohner bzw. Nutzer optimal zu gestalten. Feng-Shui hat ganz andere Wurzeln als die Wohnpsychologie. Der Hintergrund ist eine chinesische Philosophie, die sich mit einem harmonischen Leben im Einklang mit der Umwelt beschäftigt. Man versucht, das Chi, also die alles durchströmende Energie, in günstige Bahnen zu lenken – und es gibt Maßnahmen, mit denen man das auch in Räumen tun kann. Die Wohnpsychologie dagegen beruht als Teil der Architekturpsychologie auf westlich-wissenschaftlichen Konzepten (siehe oben). Und als Wohnpsychologin steht für mich auch immer der Mensch im Mittelpunkt – der Raum und seine Eigenschaften kommen erst an zweiter Stelle.

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5. Was für eine Ausbildung haben Sie gemacht?

Ich habe Psychologie studiert, mit den Schwerpunkten Psychologische Diagnostik und Klinische Psychologie. Für meine Doktorarbeit habe ich an einem Test zum schlussfolgerndem Denken geforscht. Mit den Themen Wohnen, Einrichten und Architektur und den Schnittstellen zur Psychologie beschäftige ich mich schon fast so lange wie mit der Psychologie selbst, auch wenn ich dies lange Zeit nicht beruflich genutzt habe. Nach einiger Zeit in Forschung und Lehre und einer längeren Tätigkeit als Führungskraft für ein Unternehmen im Bereich Psychologischer Diagnostik und Beratung habe ich ein Fernstudium Raumgestaltung und Innenarchitektur absolviert (allerdings ohne Abschluss) und eine Ausbildung zum Home Staging Professional (DGHR) gemacht. Seit 2009 arbeite ich als Wohnpsychologin. Mehr Infos zu mir gibt es auf meiner über mich-Seite.

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6. Warum beschäftigen Sie sich als Wohnpsychologin auch mit Geschäftsräumen?

Weil die Erkenntnisse aus der Wohn- und Architekturpsychologie für alle Arten von Räumen nutzbar sind. Es geht im Grunde immer darum, die Räume optimal für die Benutzer zu gestalten und zwar je nachdem, wie deren Bedürfnisse aussehen. Der Nutzer eines Ladens ist z.B. der Kunde, der in den Laden kommt – und der kauft umso mehr, je wohler er sich in diesem Laden fühlt. Es gibt eine ganze Menge Erkenntnisse aus der Verkaufspsychologie, die man bei der Ladengestaltung berücksichtigen kann und sollte.  Und bei Büroräumen geht es darum, diese so zu gestalten, dass die Mitarbeiter sich darin wohlfühlen, und produktiv dort arbeiten können. Die Büroraumgestaltung beeinflusst ganz direkt die Produktivität und Arbeitsmotivation der Mitarbeiter.