Mehr Privatsphäre: Die Fenster und die Muschel

Sich zurückziehen und ungestört zu sein – Privatsphäre zu haben ist ein wichtiger Aspekt des Wohnens. Manchmal möchte man einfach für sich sein.

Doch was braucht eine Wohnung denn überhaupt, um wirklich Privatsphäre bieten zu können?

1. Fenster mit Sichtschutz

Es ist wichtig, die Fenster blickdicht machen zu können, um Einblicke von außen in die Wohnung verhindern zu können. Auch wenn Ihnen persönlich nun Vorhänge oder anderer Sichtschutz so gar nicht gefallen. Solange Sie vor Blicken von außen, vor allem nachts, nicht geschützt sind, oder zumindest auch nur die Möglichkeit besteht, dass irgendjemand von außen Sie beobachten könnte, ohne dass sie es merken, haben sie keine 100%ige Privatsphäre.

Fenster mit Vorhang

Vielleicht sagen Sie jetzt: Ich bin da aber überhaupt nicht empfindlich, mich stört das nicht, wenn einer reingucken kann. Trotzdem sollte es die Möglichkeit geben, die Fenster sozusagen blickdicht zu machen – denn Privatsphäre hat auch mit der Möglichkeit zu tun: ich könnte mich nach außen abgrenzen, wenn ich wollte! Und keiner könnte zu mir reinschauen.

Wie halten Sie es denn mit Ihren Fenstern? Sitzen Sie nachts vor „schwarzen Löchern“ oder schließen Sie schon bei Dämmerung die Rollläden?

2. Die Muschel

Auch innerhalb der Wohnung braucht es einen gewissen Sichtschutz, damit man sich in seine Privatsphäre zurückziehen kann. Idealerweise hat man ein eigenes Zimmer, mit einer Tür, die man hinter sich schließen. Man kann die Welt aussperren – manchmal ein herrliches Gefühl!

Nun hat aber nicht jeder in seiner Wohnung ein eigenes Zimmer. Dann ist mein Tipp: Schaffen Sie sich zumindest einen Platz in der Wohnung, der eine gewisse Abgeschirmtheit bietet. Wichtig ist, dass man sich darin – wie eine Muschel in ihrer Schale – zurückziehen kann.

Das kann man zum Beispiel in einem Ohrensessel. Wenn der dann noch optisch abgegrenzt in einer Zimmerecke steht, zum Beispiel hinter einer Zimmerpflanze oder einem halbhohen Regal, dann hat man schon einen sehr guten Rückzugsbereich. Privatsphäre heißt nicht immer in einem eigenen Raum zu sein. Wenn Sie in einem Ohrensessel sitze, kann auch jemand anderer im gleichen Zimmer sein und trotzdem haben Sie etwas um sich rum und damit ein gewisses Maß an Privatsphäre.

Spiegel Feld

Wie ist das denn in Ihrer Wohnung? Können Sie sich auch nach innen abgrenzen, wenn Sie wollen? Haben Sie eine Muschel für Ihre Privatsphäre? Falls nicht: schauen Sie sich doch einmal Ihren Lieblingsplatz in der Wohnung an. Ließe sich daraus nicht eine Muschel machen?

Das Fenster und auch die Muschel haben beide mit dem Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit zu tun, das tief in uns verankert ist. Dieses Schutzbedürfnis ist aber unterschiedlich. Wichtig ist, dass wir unsere Privatsphäre selber regulieren können. Immer so, wie wir es gerade brauchen!

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