So einfach geht einrichten

Beim Einrichten kann es an vielen Stellen haken und für viele ist Einrichten etwas, was sie nicht einfach „aus dem Ärmel schütteln“.

Dass man etwas verändern möchte, das ist häufig ganz klar. Oft ist man einfach unzufrieden mit der Einrichtung oder einer Raumlösung. Manchmal ergibt sich die Notwendigkeit, einen Raum neu zu gestalten oder einzurichten auch durch einen äußeren Anlass: Man zieht um, hat einen Wasserschaden im Haus oder der neuen Lebenspartner zieht  zu einem. Wie man den Raum oder die Einrichtung dann aber konkret verändert, dass ist häufig schon nicht mehr so ganz einfach herauszufinden.

 

…Man kann sich nicht zwischen verschiedenen Varianten entscheiden.
…Man findet keine gute Möbellösung dafür, was der Raum können muss. (z.B. Arbeits- UND …Schlafzimmer in einem).
…Man befürchtet, dass es hinterher nicht gut aussieht.
…Manchmal weiß man gar nicht, wo man überhaupt anfangen soll, damit sich am Ende alles gut zusammenfügt.

Es stellt sich also die Frage:

Wie geht man denn ein Einrichtungsprojekt oder überhaupt das Einrichten eines Raumes oder einer ganzen Wohnung am besten an?

Aus meiner Erfahrung heraus am besten: systematisch.

Ja, systematisch. Nicht aus dem Bauch heraus, oder so, wie man es immer schon gemacht hat, oder so, wie es die Schwägerin in ihrer Wohnung umgesetzt hat. Systematisch, Schritt für Schritt und zwar nicht den letzten vor dem ersten.

Es gibt nämlich eine Reihenfolge von Schritten, die man einen nach dem anderen gehen kann, und die so eine sehr gute Grundlage für ein schönes Einrichtungsergebnis sind. Weil man sich vorher mit den Wünschen und Möglichkeiten befasst hat, aber auch weil man gestalterisch ein Konzept hat. Und das ist für mich das A und O einer guten Einrichtung: Wenn ihr ein roter Faden zugrunde liegt, wenn es ein gestalterisches Dach gibt, etwas Verbindendes. Dann wird aus einem Zimmer mit zufällig nebeneinander stehenden Möbelstücken plötzlich ein Raum, der nicht nur schön ist und in dem man sich gern aufhält, sondern der auch gut funktioniert.

Was sind den nun diese Schritte?

Es sind die folgenden 6:

  1. Bestandsaufnahme
  2. Ordnung schaffen, Ausmisten, Reinigen (ja, auch das, und zwar an der Stelle im Prozess)
  3. Raumfunktionen zuteilen
  4. Farbschema erstellen
  5. Möbel und Deko aussuchen
  6. Licht einsetzen

Klingt jetzt nicht sonderlich aufregend. Ist es im Ergebnis aber meist! Weil so nämlich stimmige Lösungen entstehen.

Meiner Erfahrung wird Schritt 3 (Raumfunktionen) gern mal vergessen, und vor allem Schritt 4 (Farbschema) praktisch immer ausgelassen. Die allerwenigsten Menschen haben sich vor dem Einrichten ein Farbschema überlegt. Das ist aber super wichtig, da gerade Farbe zu einem großen Teil darüber entscheidet, ob ein Raum unruhig oder ruhig wirkt, ob eine Wohnung stimmig oder willkürlich aussieht.

 

Oft passiert Schritt 5, das Kaufen von Möbeln und Deko, ganz zu Beginn, also noch bevor man zum Beispiel die Raumfunktionen wirklich hinterfragt und festgelegt hat. Mit dem Ergebnis, dass man hinterher zu tun hat, das Gekaufte gut miteinander und mit dem Raum in Einklang zu bringen.

Zu jedem dieser 6 Punkte gibt es ein paar wenige Regeln und Tricks, die man sich schnell aneignen kann, damit man die Schritte gut und wirkungsvoll umsetzt.

Je besser es einem gelingt diese Abfolge einzuhalten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man am Ende zufrieden mit dem Ergebnis ist.

Jetzt gibt es natürlich die Menschen, die einfach von der Natur ein besonderes Gespür für Farben und Formen mitbekommen haben; die können quasi aus dem Bauch heraus und mit Leichtigkeit Räume einrichten und egal, welches noch so merkwürdige Deko-Objekt sie anfassen und in ihre Einrichtung integrieren, es sieht immer toll aus. Die sind aber die Ausnahme. Wir sind ja auch nicht alle Mozarts, die sich ans Klavier setzen und Sonaten aus dem Ärmel schütteln.

Und für uns alle anderen, egal ob wir mehr oder weniger Gefühl für Farben, Design und Formen haben, gilt:

Einrichten ist keine Hexerei. Man kann es lernen. Man kann es Schritt für Schritt recht einfach umsetzen. Ich bin überzeugt, dass es viel mehr darum geht, sich den eigenen Räumen und den eigenen Wünschen und Bedürfnissen, richtig zuzuwenden, sich auf die Räume einzulassen. Und dann kann es richtig gut werden.

 

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Wollen Sie mehr über diese Schritte erfahren? Oder haben Sie ein konkretes Projekt, das Sie gern umsetzen möchten? Dann lege ich Ihnen meinen Online-Kurs wohn-flow ans Herz. Darin sind die Punkte im Detail beschrieben und Sie können sie Schritt für Schritt, mit zum Teil genauen Anleitungen und vielen Beispielfotos durcharbeiten. Außerdem gibt es Tipps für die wichtigsten Räume der Wohnung und zusätzliches Bonusmaterial.

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